DISCOVER ROME

Entdecke ein anderes Rom!

Parks - die grünen Lungen des modernen Rom

 Villa Borghese

Die Villa Borghese ist der bekannteste, am zentralsten gelegene und vermutlich auch schönste Stadtpark Roms. Direkt außerhalb der Porta del Popolo bzw. oberhalb der Piazza del Popolo gelegen (dieser, kleinere Teil des Parks liegt noch innerhalb der Stadtmauern, ist aber durch eine Brücke über die Via del Muro Torto hinweg mit dem größeren Teil des Parks verbunden), bietet er neben erholsamen Grünflächen und interessanten Museen auch vom Piazzale Napoleone einen wunderschönen Blick über die Altstadt bis hin zum Petersdom.

  Adresse: Eingänge am Piazzale Flaminio/Piazza del Popolo, Piazzale Brasile, Via Pinciana, Via Aldobrandi, Via Mercadante, Vialle delle Belle Arti
Verkehrsmittel: Metro A Haltestelle Flaminio, Straßenbahn 3

Der Park liegt auf dem Hügel Pincio, der Name soll von der Familie Pincii stammen, während der Name des Parkes von der Familie Borghese stammt, welche im 17. Jahrhundert auf mehr oder weniger rechtsmäßige Art und Weise den Grund und Boden erworben hat. Der Park und die Villa wurden im Auftrag des Kardinals Scipione Caffarelli Borghese von 1613 - 1616 angelegt und errichtet; dieser Kardinal war ein Neffe des Papstes Paul V. (bürgerlicher Name Camillo Borghese, Papst von 1605 - 1621). Ursprünglich waren die Gartenanlagen im barocken Stil angelegt, mit künstlichem See und Jagdgründen der Familie, am Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Park dann zum Englischen Garten umgestaltet.
Zwischendurch hieß der Park auch mal Villa Umberto I; 1902 wurde sie vom Staat erworben und der Stadt Rom geschenkt, zur Erinnerung an den ermordeten König Umberto I. Nachdem die Monarchie dann 1946 per Referendum abgeschafft worden ist, wurde wieder der ursprüngliche Name verwendet. 

Was findet man heute als Rombesucher in der Villa Borghese?
An erster Stelle sicherlich Ruhe, zumindest unter der Woche. Um die Mittagszeit und nachts ist es in der Villa Borghese so ruhig, dass viele Reiseführer (und auch Römer) davor warnen, sich in die abgelegeneren Ecken des Parks zu begeben bzw. diesen überhaupt zu betreten - letzteres gilt vor allem nachts. Im Zentrum des Parks befindet sich ein kleiner See mit einem dem Aeskulap gewidmeten Tempel - am See befindet sich auch ein kleiner Bootsverleih. 
Eingang Zoo
Im Norden des Parks, mit Zugang von der Via Aldovrandi, befindet sich der Zoo Roms, der heute Bioparco heißt. An der Piazza di Siena befindet sich das galoppatoio, die Pferderennbahn, auf welcher internationale Reitturniere ausgetragen werden. Und hin und wieder findet dort auch mal ein Open Air Konzert statt, so wie das mittlerweile legendäre Konzert von Francesco de Gregorio 2005, bei welchem trotz strömenden Regens mehrere Hunderttausend Fans anwesend waren. Wenn hier keine Pferde unterwegs sind, was meistens so ist, dann drehen hier römische Jogger unermüdlich ihre Runden.
  Quelle: Photoroma.com
Von der Piazza Napoleone aus hat man einen tollen Blick über Rom - direkt zu Füßen des Besuchers liegt die wunderschöne, geometrisch gestaltete Piazza del Popolo mit der Kirche S. Maria del Popolo (hier hat Martin Luther gepredigt, als er noch katholisch und die Welt noch "in Ordnung" war) und den Zwillingskirchen S. Maria dei Miracoli (rechts der Via del Corso) und S. Maria in Monte Santo (links). Weiter links gelegen sieht man die Villa Medici, die Kirche SS. Trinità dei Monti oberhalb der Spanischen Treppe und der Piazza di Spagna. Geradeaus folgt der Blick der Via di Cola di Rienzo bis zum Vatikanspalast, direkt daneben sind Fassade und Kuppel des Petersdom zu erkennen.
Weitere Anziehungspunkte sind die drei Museen, welche sich im und um den Park herum befinden:

Galleria Borghese

Galleria Borghese
Die Sammlung des schon oben genannten Kardinals Borghese galt einst als "die Königin unter den privaten Kunstsammlungen der Welt"; der Gute hat wohl so viel Geld in seine Kunstsammlung investiert wie kaum ein anderer zu jener Zeit. Leider hat die Sammlung aber einen "Schlag" erlitten: Camillo Borghese wurde von Napoleon gezwungen, einen Gutteil seiner antiken Kunstwerke an den Louvre abzutreten. Die Franzosen freut's, die Römer sind angeblich immer noch sauer...
  Quelle: Photoroma.com
Zu den bekanntesten Kunstwerken der Galleria Borghese gehören die Skulptur der "Paolina Borghese als ruhende Venus" (Paolina war die Schwester Napoleons und Gattin des Camillo Borghese, welcher somit ein anderer als der Papst Paul V. gewesen sein muss), verschiedene Werke von Gianlorenzo Bernini und Gemälde von Raffael, Botticelli, Perugino, Caravaggio etc. etc.

  Öffnungszeiten: Täglich außer montags 9.00 - 19.00 Uhr (Eintritt bis 18.30 Uhr)
Eintritt: Euro 6,50, ermäßigt Euro 3,25, Vorbestellung unter 06-32810 notwendig! (Diese kostet auch noch Euro 2,00 extra!)
Adresse: Piazzale del Museo Borghese 5
Verkehrsmittel: Metro A Haltestelle Flaminio - Piazza del Popolo oder Spagna, dann zu Fuß durch den Park


Villa Giulia - Museo Nazionale Etrusco

Das Etruskermuseum beherbergt Objekte der Etrusker aus dem Latium, Umbrien und der südlichen Toskana und vermittelt ein umfassendes Bild über dieses immer noch "unbekannte" Volk, welches von den Römern besiegt und vernichtet wurde. Bekanntestes Ausstellungstück ist der "Apoll von Veji".
Die Villa Giulia wurde unter Papst Julius III. erbaut, von 1551 - 1563; Architekt war Vignola. Zum Museum wurde sie 1889 umgewandelt.

  Öffnungszeiten: Täglich außer montags 8.30 - 19-30 Uhr (Eintritt bis 18.30 Uhr)
Eintritt: Euro 4,00, ermäßigt Euro 2,00
Adresse: Piazzale di Villa Giulia 9
Verkehrsmittel: Metro A Haltestelle Flaminio - Piazza del Popolo, Straßenbahn 2, 19


Galleria Nazionale d'Arte Moderna
e Contemporanea

Die Nationalgalerie der modernen und zeitgenössischen Kunst widmet sich den Werken italienischer und europäischer Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts - dort befinden sich unter anderem Werke von Cézanne und Kandinsky.

  Öffnungszeiten: Täglich außer montags 8.30 - 19.30 Uhr (Eintritt bis 18.50 Uhr)
Eintritt: Ausstellung + Galleria Euro 9,00, ermäßigt Euro 7,00; nur Galleria Euro 6,50, ermäßigt Euro 3,25
Adresse: Via delle Belle Arti 131
Verkehrsmittel: Straßenbahn 19

www.discover-rome.de © 2003-2008 Torsten Licht - torsten at discover-rome.de

Italien - Aosta - Piemont - Lombardei - Ligurien - Emilia Romagna - Toskana - Umbrien - Latium - Sizilien
Turin - Mailand - Genua - Rom (Ewige-Stadt-Rom.info)