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Parks II

Parco della Caffarella

Parco della Caffarella Der Park ist eigentlich ein Teil des deutlich größeren Parco Regionale dell'Appia Antica. Er ist sowohl wegen seines landschaftlichen als auch seines kulturellen und historischen Reichtums sehr interessant und lohnt immer einen Besuch. Aufgrund der vielen Quellen wurde dieses Gebiet schon immer landwirtschaftlich genutzt - auch heute noch befindet sich im Casale della Caffarella ein landwirtschaftlicher Betrieb und durchqueren Schafherden den Park. Viele Bewässerungskanäle sind auch heute noch erhalten. Fünf Wachtürme, rund um den heutigen Park verteilt, übersahen einst diese Flächen.
Während der römischen Kaiserzeit befand sich hier ein großer landwirtschaftlicher Besitz, der sogenannte Pago Tripio, im 16 Jahrhundert schuf die Familie Caffarelli (der heutige Name des Parks ist eine Abwandlung des Familiennamens) an gleicher Stelle einen "Renaissance-Agrar-Betrieb"; aus dieser Zeit stammt auch das casale.
Die Almone, ein den antiken Römern heiliger Fluß, der heute nur noch ein Rinnsaal ist, fließt durch den Park. Sie wird von verschiedenen Brücken überquert, welche vermutlich antiken Ursprungs sind und Spuren von Restaurierungsarbeiten aus der Renaissance aufweisen. An manchen Stellen sind auch noch die antiken Kanalisierungsanlagen zu sehen.
Eine weitere Erinnerung an die antiken Zeiten stellt das Grabmal, welches Anna Regilla genannt wird, dar. Es hat eine Grundfläche von 8,30m x 12m und hat zwei Stockwerke. Das in den Farben gelb und rot erbaute Grab stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Nebenan befindet sich ein Landhaus, welches die Reste einer antiken Mühle enthält. Diese Mühle wurde einst durch einen kleinen Aquädukt angetrieben, welcher teilweise noch erhalten ist. Auch befindet sich einer der mittelalterlichen Wachtürme dort.
An anderer Stelle, unterhalb der kleinen Kirche von S. Urbano (leider nicht zugängig da auf Privatgrund), befindet sich ein Nympheum, ein kleines Heiligtum, welches im antiken Rom den Wassergöttinnen (Nymphen) gewidmet war. Es ist in den Hang hineingebaut und noch teilweise erhalten.
Ein weiteres Grabmal, das sogenannte Colombario constantiniano, befindet sich am anderen Ende des Parkes, Richtung Via del Almone. Es stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und bestand ebenfalls aus zwei übereinander liegenden Kammern, von welchen die untere die eigentliche Grabkammer war. Untersuchungen haben ergeben, dass dieses Grab vom Mittelalter bis ins 17. oder sogar 18. Jahrhundert als Mühle wiederverwendet wurde. Aufgrund eines Brandes wurde die Nutzung des Grabes aufgegeben.

Öffnungszeiten: Der Park ist immer geöffnet
Adresse: Via Latina/Largo Tacchi Venturi/Via della Caffarella (G8, G9, H9)
Verkehrsmittel: Metro A Haltestelle Arco di Travertino oder Colli Albani und dann zu Fuß, Bus 118, 628

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Parco Regionale dell’Appia Antica

Man könnte ganze Bücher allein mit den Sehenswürdigkeiten, der Geschichte und den Legenden des Parks der Via Appia Antica füllen. Die Via Appia ist schon an anderer Stelle beschrieben worden, mit der Beschreibung der Sehenswürdigkeiten möchte ich mich kurz halten und für ausführlichere Informationen auf das Info-Center des Parks bzw. auf die im Impressum aufgeführte Literatur verweisen.

Öffnungszeiten: Die öffentliche Straße ist natürlich immer geöffnet, aber sonntags für den Individualverkehr (Anwohner ausgenommen) gesperrt. Große Teile des Parks sind allerdings in Privatbesitz und daher nicht zugänglich.
Adresse: Via Appia Antica 42 (Info-Center)
Verkehrsmittel: Bus 118, 218, 620

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Porta S. Sebastiano

Die Via Appia Antica beginnt heute an der Porta S. Sebastiano, der früheren Porta Appia. Sie ist Teil der Aurelianischen Mauer, der römischen Stadtmauer aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. In ihrem Inneren befindet sich ein Museum, welches die Geschichte der Stadtmauern zum Inhalt hat. Vom Museum aus kann man einen Teil der Stadtmauer betreten - das war allerdings bei meinem letzten Besuch (November 2002) nicht

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Domine quo vadis?

Die erste Sehenswürdigkeit ist die Kirche Domine quo vadis?, erbaut an jenem Ort, an dem Jesus angeblich Petrus erschien, als dieser die Stadt verlassen wollte. Jesus bewegte ihn dazu, wieder in die Stadt zurückzukehren. Im Inneren der kleinen Kirche befindet sich ein Stein mit den angeblichen Fußabdrücken von Petrus.

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Katakomben und Basilica di S. Sebastiano

Einige der bekannten Katakomben Roms liegen an der Via Appia, so die Catacombe di Domitilla an der Kreuzung der Via Ardeatina mit der Via delle Sette Chiese (H8, Bus 218). Sie sind wohl die größten Katakomben Roms und dienten sowohl Heiden als auch Christen als letzte Ruhestätte. Darüber hinaus befindet sich dort auch eine unterirdische Basilika, welche erst 1874 entdeckt wurde. Weiterhin befinden sich im Park die Catacombe di S. Callisto und die Catacombe di S. Sebastiano. Über den Katakomben befindet sich die Basilica di S. Sebastiano fuori le Mura, (H8, Bus 660) eine der sieben Pilgerkirchen und der vier Patriarchalbasiliken Roms. Das barocke Kirchengebäude stammt von 1612 und ist das Nachfolgegebäude einer Basilika aus der Zeit Konstantins (3. Jahrhundert).

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Circo di Massenzio

Circo di Massenzio
Als nächstes kommt man am Zirkus des Massentius vorbei, welcher noch relativ gut erhalten ist und eindrucksvoll verdeutlicht, wie die antiken Zirken aussahen. Er kann besichtigt werden.

Öffnungszeiten: 9.00 - 17.00 Uhr (Winter), 9.00 - 19.00 Uhr (Sommer), montags geschlossen
Eintritt: Euro 2,58
Adresse: Via Appia Antica 153, (H9)
Verkehrsmittel: Bus 660

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Tomba di Cecilia Metella

Tomba di Cecilia Metella
Die nächste große Attraktion ist die Tomba di Cecilia Metella, ein großes und eindrucksvolles Grabmal, welches weithin sichtbar ist. Es hat eine kreisrunde Form und einen Durchmesser von 30 Metern. Es wurde von der Familie der Metella für Cecilia und ihren Mann Crassus gebaut. Erstere war die Tochter des Generals, der Kreta eroberte, ihr Mann bildete mit Cäsar und Pompejus das erste Triumvirat. Im 13. Jahrhundert wurde das Grabmal in einen Turm umgewandelt, mit Zinnen versehen. Nebenan wurde eine Burg gebaut, deren Reste heute besichtigt werden können. Schräg gegenüber befindet sich die Ruine der Kirche S. Nicola.

Öffnungszeiten: 9.00 Uhr - 1 Stunde vor Sonnenuntergang, montags geschlossen
Eintritt: Euro 2,00
Adresse: Via Appia Antica 161, (I9)
Verkehrsmittel: Bus 660

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Eine weitere, sehr interessante Sehenswürdigkeit an der Via Appia ist die Villa dei Quintili.

Casal Rotondo

Dies ist das größte Grabmal an der Via Appia Antica; es hat einen Durchmesser von ca. 35 Metern. Wie das Grab der Cecilia Metella ist es kreisrund (it.: rotondo). Es wurde in Republikanischer Zeit erbaut. Auf das Grabmal wurde später ein Haus gebaut, welches auch einen Wachturm aus dem 13. Jahrhundert enthält. Heute wird dieses Haus immer noch als Wohngebäude genutzt.


Die Via Appia Antica erstreckt sich über 22 km in dem über 3000 Hektar großen Park, 16 km davon liegen auf römischer Gemarkung. Man kann sich also vorstellen, dass neben den genannten Sehenswürdigkeiten noch hunderte, wenn nicht gar tausende interessante Reste aus vergangenen Zeiten diese wahrhaft königliche Straße begleiten. Daher lohnt es sich sehr, diese Straße langzugehen (besonders sonntags) - die Atmosphäre ist einfach einmalig!

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